Anzeigenaktion

 

Achtung: Einsendeschluss für die Spende mit Namensnennung ist der 14. Oktober.
Sie können gerne auch nach diesem Termin noch Spenden – wir können Ihren Namen aber leider nicht mehr in die Anzeige aufnehmen.

Spenden Sie jetzt für die FAZ-Anzeige am 19. Oktober

Bitte helfen Sie uns, ein Atomwaffenverbot zu erreichen. Um den Druck auf die Bundesregierung weiter zu erhöhen, wollen wir eine ganzseitige Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schalten, die von vielen Politiker*innen gelesen wird. Wir schalten diese Anzeige am 19. Oktober 2018 – genau in der Zeit, in der die UN-Generalversammlung erneut über eine Resolution zum Atomwaffenverbot debattiert. Gleichzeitig findet die jährliche Übung „Steadfast Noon“ der NATO-Staaten statt, die sich mit Flugzeugen und Piloten an der „nuklearen Teilhabe“ beteiligen. Auch deutsche Luftwaffenpiloten sind dabei und üben den Abwurf von Atomwaffen.

Der Text der Anzeige ist kurz und knapp:

122 Staaten haben im Juli 2017 einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Bislang fehlt Deutschland bei diesem historischen Abkommen. Wir fordern: Die Bundesregierung muss das Verbot unterzeichnen und die US-Atomwaffen aus Deutschland abziehen lassen!

Wenn Sie mindestens 25 EUR spenden, werden wir Ihre Unterschrift unter der Anzeige veröffentlichen. Die Anzeige wird von ICAN Deutschland gemeinsam mit der IPPNW und der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ veröffentlicht. Für Organisationen (keine Parteien) beträgt der Mindestbeitrag 100 EUR.

Warum schalten wir eine Anzeige?
Klar, Anzeigen kosten eine Menge Geld. Gemeinnützige Organisationen bekommen sie jedoch oft (und auch in diesem Fall) mit 50% Rabatt – das finden wir eine gute Sache. Denn die Medien schreiben selten zum Thema Atomwaffen. Wir erreichen daher eine Leserschaft, wie die von der FAZ, kaum.

Eine ganzseitige Anzeige in der FAZ mit sehr vielen Unterschriften zeigt dieser Leserschaft – darunter sind auch viele in der Politik Beschäftigte – wie sich Menschen für das Thema engagieren und sogar bereit sind, dafür Geld zu spenden. Damit erreichen wir ein wichtiges Ziel unserer politischen Arbeit. Wir zeigen: Das Atomwaffenverbot ist ein Thema, das uns bewegt.

Warum schalten wir die Anzeige am 19. Oktober?
Diese Woche schauen wieder viele Menschen nach New York. Zum Beginn der Vollversammlung werden große Reden von Staatschefs und Außenministern in den Vereinten Nationen gehalten. Am 26. September werden auch wieder eine Reihe von Staaten den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (TPNW) unterzeichnen. Aber nach dieser Medienschau geht die Arbeit der UN-Vollversammlung weiter. Dort fand vor zwei Jahren im ersten Ausschuss die historische Abstimmung zur Aufnahme einer Verhandlungskonferenz zur Ausarbeitung eines Verbotsvertrags statt. Auch 2018 gibt es eine Resolution der UN-Vollversammlung, die den Vertrag unterstützt. Diese wird am 18. Oktober offiziell vorgelegt. Anfang November stimmen die Staaten erneut zum Thema ab. Hier wird Deutschland sicherlich wiederholt gegen den Verbotsvertrag stimmen. Deshalb wollen wir in der Zwischenzeit mit der Anzeige der Bundesregierung verdeutlichen, dass wir diese Ablehnung für falsch halten und einen deutschen Beitritt zum Verbotsvertrag fordern.

Zeitgleich gibt es eine jährliche Militärübung mit Beteiligung europäischer NATO-Staaten, die Flugzeuge und Piloten für die nukleare Teilhabe zur Verfügung stellen: Belgien, Italien, Niederlande, die Türkei und Deutschland. Unter dem Titel „Steadfast Noon“ wird hier der Atomwaffeneinsatz geübt.

Das heißt: Deutschland übt den Massenmord und lehnt gleichzeitig ein Verbot von Atomwaffen ab. Derzeit fordert Heiko Maas eine stärkere UNO und internationale Ordnung, mehr Verlässlichkeit und Vertrauen in gemeinsame Regeln. Gespaltene Persönlichkeit? Oder gespaltene Zunge? Mit der Anzeige machen wir diesen Widerspruch deutlich.

Einsendeschluss ist 14. Oktober.

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